Rittner Sommerspiele Online

Mitwirkende


Dr. Bruno Hosp

Mitgewirkt bei:

Der Held aus dem Westen
Der Besuch der alten Dame
Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
Die Frau im Auto
Die Teufelsbraut
Der Fuchs
Frau Suitner
Um Haus und Hof
Erde
Birnbam und Hollerstaudn

Lebenslauf Dr. Bruno Hosp

Bruno Hosp ist am 21. Oktober 1938 in Klobenstein am Ritten geboren. Nach der Matura studierte er an den Universitäten von Marburg a.d. Lahn, Münster und Wien Staatswissenschaften. 1967 promovierte er in Wien mit einer Dissertation über Grundfragen der Südtirol-Autonomie zum Dr.rer.pol., sein Doktorvater war Univ.Prof. Dr. Felix Ermacora. Anschließend unterrichtete Hosp 10 Jahre an der Mittelschule Ritten und gestaltete in dieser Zeit auch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen für den RAI-Sender Bozen und den ORF als Autor, Sprecher und Darsteller. 1973 hat er die Theaterinitiative "Rittner Sommerspiele" mitgegründet und war bis 1989 deren Obmann. Er gestaltete auch zahlreiche Rollen in Klassikern des Tiroler Volkstheaters, so auch die Rolle des "Kaspar" als Partner von Julia Gschnitzer in der Titelrolle von "Frau Suitner" nicht nur im Kommendehof am Ritten, sondern auch am Tiroler Landestheater in Innsbuck.

In der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre war er wesentlich an der Wiederbelebung des seit 1961 verbotenen Schützenwesens im südlichen Tirol beteiligt. Von 1968 bis zum Jahre 1989 war er Miglied der Bundesleitung des Südtiroler Schützenbundes, zunächst als Bundesmajor, dann als Landeskommandant-Stellvertreter und schließlich als Landeskommandant.

Von Jugend an war Hosp in verschiedenen Gremien der SVP aktiv, so war er z.B. von 1967 bis 1992 SVP-Obmann von Klobenstein-Lengmoos. Von 1974-1984 war er Bürgermeister der Gemeinde Ritten, 1972-1983 Mitbegründer und erster Präsident der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern. 1978 wurde Hosp von SVP-Obmann Silvius Magnago als Landessekretär in die SVP-Parteizentrale geholt und vom Parteiausschuß zweimal in diesem Amt bestätigt. 11 Jahre lang war er somit als engster Mitarbeiter Magnagos an allen Südtirolverhandlungen und -gesprächen im Zusammenhang mit der Paketdurchführung sowohl in Wien und Innsbruck als auch in Rom beteiligt. Die Position des SVP-Landessekretärs übte Hosp auch während seines ersten Landtagsmandats (1983-1988) aus. 1988 kandidierte er zum zweiten Mal für den Südtiroler Landtag und wurde in der Folge in die Südtiroler Landesregierung gewählt. Nach der Landtagswahl 1993 wurde er in beiden Mandaten bestätigt.

Nach neuerlicher Bestätigung anlässlich der Landtagswahl 1998 hat er sich Ende 2003 aus der aktiven Politik zurückgezogen. Er wurde aber Anfang 2004 von der Südtiroler Landesregierung zum Präsidenten der Südtiroler Landesmuseen ernannt, sind doch die meisten der neun Südtiroler Landesmuseen unter seiner Amtszeit als Landesrat entstanden. Diese Funktion hatte er bis 2010 inne.

Als Landesrat für Schule, Kultur und Denkmalpflege vertrat er in vitalen Fragen des Überlebens und der kulturellen Entfaltung der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler eine volkstumspolitisch fundierte Position, die auf der kulturellen Zugehörigkeit zu Österreich basiert und deren Fernziel die Einheit Tirols ist. Seine bildungspolitischen Zukunftsperspektiven bestanden in der dauerhaften Sicherung bzw. Ausweitung der vorhandenen Kompetenzen für den Bestand der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheit in Italien, darüber hinaus in der Einforderung der gesamten bildungspolitischen Kompetenzen vom italienischen Staat. Seine Einsatzschwerpunkte waren weiters der Gesamtbereich der Volkskultur, vor allem auch ihrer Zukunftschancen, die Förderung der Bildenden und Darstellenden Kunst, der Museen und Theaterstrukturen.

Er kennt Länder Nord- und Südamerikas, Afrikas, des Nahen und Fernen Ostens, auch Australien und Neuseeland und hat mehrmals in Staaten des ehemaligen Ostblocks die Südtirol-Autonomie vorgestellt.

Auf seine Anregung hin wurde 1992 die Europäische Akademie Bozen für Angewandte Forschung und Fortbildung mit den Schwerpunkten Sprache und Recht, Umwelt im Alpenraum, Autonomie- und Minderheitenfragen sowie Führungskräfte-Ausbildung gegründet. 1993 hat auf seinen Vorschlag hin die Südtiroler Landesregierung der Europäischen Akademie den Auftrag erteilt, ein Vorprojekt für die Gründung einer Universität und zur Vorbereitung ihres Aufbaus zu erstellen. Damit begann eine Phase langwieriger Verhandlungen mit dem Ziel, den politisch-rechtlichen Rahmen für die Gründung einer Universität in Bozen zu schaffen, bis es dann im Jahr 1997 formell zur Gründung der Freien Universität Bozen kam. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungsaufgaben dafür entstand in seinem Auftrag auch der Entwurf für eine "Konvention über die Grundrechte der europäischen Volksgruppen", der als Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechts-Konvention konzipiert ist und inzwischen europaweit diskutiert wird, nachdem ihn die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) sich zu eigen gemacht hat.

Im Jahr 1996 wurde er von der Delegiertenversammlung der FUEV zum Vizepräsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2004 inne. Ein weiteres Amt von internationalem Umfang bekleidete er innerhalb der Versammlung der Regionen Europas (VRE), wo er von 2000 bis 2005 einer der Vizepräsidenten und Präsident der Kulturkommission war.

Im Laufe seiner Amtszeit hat er mit Grundsatz-Wortmeldungen zu Themen, die unmittelbar mit der kulturellen Identität der Südtiroler zu tun haben, die öffentliche Diskussion entscheidend mitgeprägt und die politische Entscheidungsfindung wesentlich mitbestimmt: so zur Toponomastik, zum Thema Hochschule in Südtirol, zum Thema Muttersprache und Zweitsprachenerwerb in der Schule und zum Theaterbau in Bozen. Zusammen mit seinen Nordtiroler Kollegen Landesrat Fritz Astl (+) und Günther Platter war er Ideator mehrerer gemeinsamer Tiroler Landesausstellungen.

Er wohnt am Ritten, verbringt seine Freizeit am liebsten mit seiner Familie beim Wandern, Skifahren und auf Reisen, ist seit 1970 verheiratet mit der Publizistin Dr. Inga Schmidt und hat eine Tochter, Dr. Julia Hosp (geb.1977). Sohn Matthias, geb.1979, ist 2001 verstorben.

Bruno Hosp ist Familiare des Deutschen Ordens der Ballei an der Etsch und im Gebirge, ist Träger des Ehrenzeichens des Landes Tirol, des Großen Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich sowie des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Österreichischen Schwarzen Kreuzes. Des weiteren ist er Mitglied und Träger des "pro meritis" - Bandes der KMV Laurins Tafelrunde Bozen, Ehrenbandträger der AKV Tirolia zu Innsbruck, der K.Ö.H.V. Mercuria zu Wien und der K.M.V. Teutonia zu Innsbruck. Er ist Ehrenmitglied des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen, des Südtiroler Chorverbandes, des Südtiroler Theaterverbandes, des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, Ehrenobmann der Rittner Sommerspiele und Ehrenmajor des Südtiroler Schützenbundes und des Bundes der Tiroler Schützenkompanien sowie Inhaber des Verdienstkreuzes in Gold des Österreichischen Blasmusikverbandes. Am 15. Mai 2007 wurde er in München zum 2. Vorsitzenden der neugegründeten Bayern-Südtirol-Gesellschaft e.V. gewählt. Seit dem Jahre 2008 ist er Vorsitzender des SVP-Clubs der Altmandatare und seit 2010 Vizepräsident der Vereinigung der ehemaligen Regionalratsabgeordneten in Trient.

Dr. Bruno Hosp wirkt zur Zeit mit in unserer Produktion:
Der Held aus dem Westen

Der Held aus dem Westen - Besetzung 2011

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